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Die Situation

Viele Audiophile auf der ganzen Welt mögen alte 12" Zoll Tonarme von Herstellern wie Ortofon oder SME. Diese Arme können, auch mit diversen Aufrüstungen, einen schönen Klang produzieren, aber die Detailauflösung ist limitiert. Meist sind die Tonarme in sehr schlechten Zustand, man bedenke nur einmal die 40 Jahre Betriebszeit.

Lockere oder verschlissene Lager sind die schlechteste Voraussetzung für guten Klang und schädigen dabei auch noch die Platten und nutzen die Nadel schneller ab.

Auch in bestem Zustand lassen die Lager der Klassiker viel zu wünschen übrig. Vor vierzig Jahren war die Qualität der Lager nicht so gut wie heute.

Selbst wenn man sich den Rest des Tonarms als mechanisch absolut stabil vorstellt, sind die Lager der limitierende Faktor. Wenn der Tonarm hier Spiel hat, gehen sämtliche feinen Details verloren. Die Nadel soll alle Details abtasten und als Generator in elektrische Signale umwandeln. Wenn der Aufbau des Arms gegen diese feinsten Bewegungen arbeitet oder nachgibt kann auch das entsprechende Detail nicht abgetastet werden, bzw. wird die Bewegung nicht korrekt in ein elektrisches Signal umgesetzt werden. Das Spiel in Messer- oder Einpunktlagern kann also kaum eine gute Sache sein. Der vorteil liegt hier zunächst in der preiswerten Fertigung.

Das Problem der Einpunktarme ist, daß sie um den Lagerpunkt taumeln. Das kann man mit viskosen Flüssigkeiten bedämpfen, hat dan aber wieder einen Arm der sich nicht besonders leicht dreht. Eine hängende Lagerung, die mit Magneten stabilisiert ist scheint noch die beste Einpunkt Lösung zu sein.

Ein Messerlager hat konstruktionsbedingt Spiel. Die Messerkannte verschleißt sehr schnell und stellt dann eine raue, unebene Oberfläche dar, im Vergleich zu den Modulationen der Plattenrille. Selbst eine theoretisch glatte Messerkante hat immer noch Spiel nach oben und kann entsprechend angeregt in diese richtung ausweichen. Eine Bewegung die so nicht zu einer korrekten abtastung führen kann.

Die Unterseite eines Messerlagers aus einem SME Tonarm.

Noch eine Geschichte stört mich: Ortofon Tonarme werden öfter mit der Information:" Paßt für SPU-G und SPU-A Tonabnehmer".Das ist aber falsch. Es kann immer nur eine Version passsen.

Das SPU-G hat SME kompatible Maße. Das SPU-A ist 22mm kürzer. Ein- und derselbe Arm kann daher nicht für beide Arten passen. Auch wenn man den Arm entsprechend in der Zarge montiert so ist doch noch der Kröpfungswinkel und der Überhang zu beachten.

links: SME Headshell, rechts: SPU-A Tonabnehmer

Daher muss ein Tonarm in zwei Variationen gebaut werden um beiden Möglichkeiten gerecht zu werden.

oben: Schick Tonarm SME, SPU-G Version, unten: Schick Tonarm SPU-A Version

 

 

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