Startseite

Geschichten

Tonarmseiten

Vinyl

Digital

Verstärker

Lautsprecher

Aufnahmen

Links

Impressum

 

 

Die Apogee Odysee

Die Apogees habe ich zuerst auf der High End Ausstellung 1988 in Frankfurt gehört. Ich mochte den Klang damals sehr, aber habe mir als Student aus finanziellen Gründen und mangeldem Platz einen kleineren konventionellen Lautsprecher gekauft.

Im Jahr 2002 war die Gelegenheit günstig und ich habe ein Pärchen Apogee Caliper in einem Laden in der Schweiz gekauft, die auf eine Restaurierung warteten.

Die Lautsprecher wurden hart rangenommen, besonders wenn man sich die Spulen in der Frequenzweiche angeschaut hat. Kernschmelze!

Wie auch immer, die Spannung der Bassfolien war noch in Ordnung, die Mittel/ Hochtoneinheit musste allerdings nachgespannt werden.

Auf dem Bass Panel waren Kaffeespritzer, ganz zu schweigen vom aufgelösten Schaumgummi am Rand der Bassmembranen. Also, es gab eine Menge zu tun.

Als erstes wurde die Frequenzweiche erneuert. Eine Spule war komplett zerstört, aber ein kritischer Blick auf die anderen Komponenten führte zur Entscheidung sämtliche Teile der Weiche zu erneuern. Die vorhandenen Spulen waren nur lose aufgewickelt. Die einzelnen Windungen ware so lose, daß es richtig grappelt hat. Auch das billige Presspappenbrett das alle Teile aufnahm, flog bei der Gelegenheit raus. Die neuen Teile wurden auf einer Korkbasis resonazarm montiert.

Die Wahl der Bass Spulen war von der Größe des Rahmens vorgegeben, es hadelt sich um Flächenstrahler, das kommt von 'flach'.

Ich wählte 'Intertechnik Tritec' Spulen für die Bass Sektion der Weiche. Nicht wirklich ein Kompromis, es sind sehr hochwertige Teile. Sie werden und gleichmäßig gewickelt und dann nochmals gebacken. Die Spulen erscheinen wie aus einem Guß, da rappelt nichts. Alle anderen Teile sind von Mundorf ( Mundorf CFC Spulen und M-Caps) . Die Mundorf Spulen sind aus Kupferfolie gewickelt und dann mit einer Epoxy Mischung verklebt, auch sehr stabil und sicher nicht anfällig für Resonanzen.

Hier ein Bild der fertigen Weiche. Ich bevorzuge die Verkabelung mit Kupferdraht. alle bestehenden Kabelwege wurden auch erneuert. Die Reste der eingebauten Bass Spule wurden in einen Satz Lautsprecherkabel umgewandelt. Klingt ganz hervorragend.


Hier der Schaltplan mit den original Namen der Kondensatoren:

 

Die Schaumgummidämfung zwischen Holzrahmen und Membran habe ich mit Filzstreifen ersetzt. Das funktioniert sehr gut und sollte auch länger halten. Ein Test mit einem Testsignal zeigte keinerlei gefürchteten Resonanzen, die durch den aufgelösten Schaumgummi entstehen. Wenn der Gummi aufgelöst ist, kann er die Membran nicht mehr bedämfen und es kommt zum schlimmen 'Buzzer' Geräusch.

Hier eine andere Anicht des fertigen Panels. Für mich war es eine gute Entscheidung ein Exemplar zum Restaurieren zu kaufen. Auf diese Weise hat man bessere Kontrolle über die Qualität und man versteht besser wie das Ganze funktioniert. Dazu kommt noch das gute 'Selbstbaugefühl'.

So sieht es spielfertig aus.


 

 

Thomas Schick, Berlin

Hauptseite